admin @ 30.10.2007 14:46 |
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Dreizehn Jahre gibt es ihn schon, den guten alten KitKat. Kaum zu glauben – da doch anfangs viele dachten ‘Das ist nur so eine vorübergehende Modeerscheinung.’ Die Locations haben gewechselt. Aber Konzept, die Musik und die Veranstalter, alles blieb immer beim alten. Angefangen hatte es 1994 in der Glogauer Straße in Berlin-Kreuzberg. Anfangs nur als Gastveranstaltung präsent, übernahmen die Macher Kirsten Krüger und Simon Thaur den dortigen Club Turbine. Den Namen KitKat entliehen sie dem Musical “Cabaret”. Die dortige Handlung spielt im feierlustigen und verruchten Berlin der 20er/frühe 30er Jahre, wo die Sängerin Sally Bowles im legendären KitKat Club das Publikum mit freizügigen Shows mitreißt. Dieser Geist der freizügigen Aktionskunst sollte im Berlin der 90er Jahre zeitgemäß wieder belebt werden. Ich erinnere mich noch genau, als ich das erste Mal dort war. Es war die Zeit, als die Techno-Kultur noch jung war. Ich war seit einiger Zeit diesen treibenden Beats verfallen, die Musik hatte subversiven Charakter. Auch im Kitty liefen trancig/housige Tunes. Auf der Tanzfläche tobte eine Menge von gut gelaunten und leicht bekleideten Menschen. Teilweise sogar ganz nackt. Uups! Das hatte ich zuvor noch nie gesehen. An den Wänden hingen zudem erotische Kunstwerke mit eindeutigen Aussagen. Hatte man damals der Technoszene Asexualität vorgeworfen – hier roch es nach purem Sex. Und diesen konnte man sogar sehen! Auf der Tanzfläche trieb es plötzlich ein Pärchen. Krass, dachte ich. Ich empfand diese hedonistische Stimmung als super modern und sah mich im (E-)Rausch als Speerspitze eines neuen Zeitalters. Mein Kumpel Karsten, mit dem ich an diesem Abend dort war, fand so gar keinen Zugang zu alldem. Er war sich sicher, er sei im Puff. Karsten sollte auch das letzte Mal dort gewesen sein. Auf mich warteten hingegen viele lustige, aufregende Samstage im KitKat. 1999 zog das KitKat ins Metropol an den Nollendorfplatz. Viele fanden diese Räumlichkeiten zu groß, andere sahen darin ganz neue Optionen entstehen. Nach kurzer Verweildauer von zwei Jahren gab es nochmal einen Umzug in die weiter abgelegene Bessemer Straße. Obwohl es mir und auch anderen dorthin immer zu weit war, blieb der Club über die Jahre bestehen. Er wurde zur Institution. Seit Sommer 2007 ist der KitKat Club wieder in der Innenstadt. Und ich finde, da gehört er auch hin. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Sage-Club in der Köpenicker Straße geht weiterhin die Post ab. Und das nach dreizehn Jahren. Wie sind eure Erfahrungen mit dem KitKat Club? In welcher Location war es am besten? Her mit euren Kommentaren! |
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