supervisor @ 30.12.2009 17:12 |
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Teil #1 des Interview findet ihr hier 6. Gesellschaftlich lässt sich ja ein Wandel feststellen: z.B. auch Frauen “dürfen” (und wollen) jetzt Pornos gucken. Denkst du, es handelt sich um eine reale oder um eine lediglich medial perpetuierte Liberalisierung von gesellschaftlichen Aktzeptanzsmustern? Das ist eine sehr interessante Frage! Ich denke, es gibt hier wieder einmal mehrere Aspekte, die zusammentreffen. Ich kenne zum Einen z.B. einige (industriefremde) Perlen, die auch schon vor dem angesprochenen Wandel tüchtig Pornos geguckt haben. Das waren auch keine Filme, die man immer clichéehaft Frauen zuschreibt, die haben sich eigentlich nur in den „dunkleren Regalen“ meiner Sammlung bedient. Daher denke ich, dass Frauen schon immer Pornos geguckt, aber das Ganze nicht so zur Schau gestellt haben, wie wir Männer. Von Einer weiß ich auch, dass es für sie ein Stück weit eine Art sexuelle Befreiung war und sie so (aus komplett eigenem Antrieb!) ihre Horizonte erweitert hat, also eigentlich eine echt positive Sache. Zum Anderen kenne ich auch einige Frauen, die (fast) noch nie in Kontakt mit dem Medium gekommen sind und einfach aufgrund von Erzählungen oder Erfahrungen am Rande durch bekannte Männer so abgeschreckt waren, dass sie das Thema voll aus ihrem Leben ausgegrenzt haben, also eigentlich der GAU. Ich denke, dass durch die Pionierinnen des Genres “Pornos für Frauen”, wie Petra Joy z.B., definitiv eine reale Liberalisierung gefordert und vollzogen wird. Die Produzentinnen hinter den Filmen, oder auch Magazinen wie dem “Jungsheft”, brechen mit den alten Traditionen und gehen ihren eigenen Weg um eben Alternativen zu den bestehenden Clichées zu bieten. Meiner Meinung nach haben auf diese Weise nicht wenige Frauen, gerade auch die eben genannten, den Weg zu Pornofilmen, bzw. dem erotischen Erleben eines Filmes gefunden. Frauen erleben Erotik anders und achten auf viel mehr. Da sind Details wichtig, der Film muss stimmig sein und warum sollte es nicht genau darauf zugeschnittene Filme geben?! Das Hauptproblem dürfte im Endeffekt wieder die gesellschaftliche Akzeptanz sein. So wird das Thema meiner Meinung nach von vielen immer noch eher als Marketing-Gag gesehen und nicht als echtes Genre für eine neue oder andere Zielgruppe, welche eben mitunter sehr anspruchsvoll ist. Andererseits finde ich, dass diese Akzeptanz gegenseitig existieren muss. So sollte nicht jeder “normale” Porno als frauenverachtend verschrien werden. Klar, die Filme gibt es – es gibt aber auch andere, einfach tolle Filme. 7. Was macht deiner Meinung nach den Unterschied zwischen guten und schlechten Filmen aus? Puh, das ist eine sehr schwere Frage und liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, bzw. in der jeweiligen Phantasie, die man ausleben möchte. Ein für mich guter Film darf schon mal nicht irgendwas generisches sein, sollte seinen ganz eigenen Stil haben. Dazu achte ich sehr stark auf die Chemie zwischen den Darstellern. Mich interessiert es einfach mehr, wenn die Darsteller auch wirklich Lust aufeinander haben oder zumindest sehr, sehr gut schauspielern können – der Sex sollte nicht aufgesetzt sein/wirken! Dazu kommt dann die Ausstattung. Mir fallen Sachen wie ein dreckiges Sofa oder räudige Gardinen sofort auf. Wenn das das Thema des Films oder der Szene ist: super! Waren sie einfach nur zu faul sauber zu machen, geht das für mich gar nicht. Außerdem ist mir wichtig, dass die Zimmer nicht nach 0815-Schrankwand-Wohnzimmer aussehen, wo noch die Familienfotos im Regal stehen. Es darf gern ein schönes Ambiente mit guter Atmosphäre sein. Gleiches gilt natürlich für die Optik der Performer – was trägt die Perle? Sind evtl. High-Heels total abgelaufen, hätte man sie auch weglassen können. Genau wie schlecht sitzende Reizwäsche. Körperlich sollten Beide einigermaßen in Schuss sein und nicht unbedingt dreckige Fingernägel oder so haben. Dann achte ich viel auf Licht- und Kameraarbeit. Ich gucke ungern Filme, wo man z.B. stundenlang nur Geschlechtsteile in Großaufnahme sieht oder wo das Licht einfach nicht passt. Ich bin da ziemlich detailverliebt und freue mich einfach, wenn eben auch auf die kleinen Dinge geachtet wird. Das Ganze mag jetzt super pingelig oder pedantisch klingen aber ich denke Pornos sollte man zu einem großen Teil aus Leidenschaft drehen und das sollte man am fertigen Produkt auch erkennen. |
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| Kategorie: Artikel und Interviews |
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[...] gestellten Dingen gehört hat und ich habe auch hier alle Links gefixt. Wer also nun endlich den 4.Teil lesen will, kann das im FoxBlog tun. Diesmal geht es um Pornos für Frauen und meine Meinung zu guten [...]
Pingback by Guten Rutsch und Interview Teil 4 - Erotik-Bilder & Videos auf Bluvista.tv Blog — 31.12.2009 @ 11:12